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Ausgabe 43/2018

«Wer sich fair verhält, hat nichts zu befürchten»

Ja oder nein zu den Sozialdetektiven? Darüber entscheidet das Schweizer Volk am 25. November. Alle Bundesratsparteien ausser der SPS sind für die Einführung. Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel engagiert sich an vorderster Front für Observationen bei einem Verdacht.

Ruth Humbel, die Invalidenversicherung IV und die Unfallversicherungsanstalt Suva führen seit 2009 Observationen durch, was 2016 vom Europäischen Gerichtshof beanstandet wurde. Es fehle eine gesetzliche Grundlage dafür. Beseitigt die Gesetzesrevision einfach einen Mangel?
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einzig das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage für Observationen beanstandet. Observationen an sich werden nicht infrage gestellt. Solche braucht es, um betrügerisch erworbene Renten aufzudecken. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte an ihre Grenzen stossen, wenn sie von Versicherten und deren Umfeld mit unwahren Angaben zur Anamnese in die Irre geführt werden. Zur Illustration ein bundesgerichtlich beurteilter Fall: Diagnostiziert wurde eine inkomplette Tetraplegie – Fortbewegung mittels Rollstuhl. Die bei der Observation aufgenommenen Bilder zeigten, dass der Versicherte Bäume schnitt so- wie mit Schaufel und Pickel arbeitete.

In der Vergangenheit kam es bei der IV in zehn Prozent der Verdachtsfälle zu einer Observation. In knapp der Hälfte bestätigte sich dann der Verdacht. Lohnt sich der ganze Aufwand überhaupt?
Mit der Einführung der 5. IV-Revision 2009 standen den IV-Stellen Observationsmöglichkeiten mit Bild- und Tonaufzeichnungen zur Verfügung sowie vereinzelt GPS-Tracker, um eine Person orten zu können ...

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Weitere Themen der Ausgabe 43/2018

ORTHODOXIE
Machtanspruch spaltet die Kirche

ZEITUMSTELLUNG
Was ist die geschenkte Stunde?

NATURKÖCHIN
Rebecca Clopath brät Knospen mit Fleisch



Sowie
MONATSSERIE: Alles Käse! Oder doch nicht?
 
OH, ARMES JERUSALEM: In Jerusalem steigt die Gefahr einer wirtschaftlichen Katastrophe
 
ENTDECKERLUST: Zum Greifen nah – auf dem Affenberg Salem am Bodensee

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