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Ein Saunabesuch ist vor allem im Winter attraktiv, wenn das Wetter dafür sorgt, dass man sich nach Wärme sehnt. Saunieren hat aber auch eine erstaunliche Wirkung auf Haut, Körper und Stimmung.

von Sara Huber

Die Menschen nutzen die Sauna aus unterschiedlichen Gründen. In Finnland und Schweden spielt sie eine sozial wichtige Rolle. Es ist deshalb normal, dass sich Arbeitskollegen in der Sauna treffen. Ein Saunabesuch kann nicht nur den Kopf frei machen, sondern möglicherweise auch dazu beitragen, Fitnessziele schneller zu erreichen. Eine neue Studie hat ergeben, dass Saunabesuche zum Erhalt der Muskelmasse beitragen und Entzündungen vorbeugen können. Saunieren kann auch die kardiovaskuläre Ausdauer verbessern, da es die Ruheherzfrequenz mit der Zeit absinken lässt. Allerdings ist ein Saunabesuch nicht dasselbe wie eine schweisstreibende Trainingsrunde im Fitnessstudio mit entsprechender Herzbelastung. Die Muskeln werden nicht beansprucht, der Puls jagt nicht in die Höhe. Saunieren und Training sollten sich deshalb gegenseitig ergänzen. Auch wenn man den Eindruck hat, mit Saunieren Gewicht zu verlieren, wird beim Schwitzen kein Fett verbrannt. Man verliert nur Wasser, die Sauna ist deshalb kein Mittel zur Gewichtsabnahme. Nach einem Krafttraining, das Fett verbrennt, ist ein Saunabesuch eine gute Massnahme zur Regeneration der Muskelmasse.

Schwitzen hilft auch, einen Muskelkater zu vermeiden, weil kleinste Muskelfaserrisse durch die Wärme und Durchblutung schneller heilen. Die Hitze der Sauna kann darüber hinaus helfen, trockene Hautzellen leichter abzustossen. Die bessere Durchblutung der Haut führt zudem zu einer erhöhten Kollagenproduktion. Damit ist impliziert, dass die Poren der Haut durch das Schwitzen gereinigt werden. Wer jedoch unter Hautkrankheiten wie Ekzemen oder Schuppenflechte leidet, kann seine Situation durch einen Saunabesuch verschlimmern. Da Saunen im unteren Temperaturbereich bis 60 Grad feucht sein können, besteht die Gefahr von Bakterien und Schimmel. Zum Schutz der eigenen Haut, aber auch aus Hygienemassnahmen für andere sollten alle Hautflächen, auch die Füsse, immer auf einem Handtuch aufliegen und nie das Holz der Sauna berühren.

Ein Saunabesuch erweist sich als gute Möglichkeit, sich vom Tag zu erholen. Deshalb gehen viele gerne nach der Arbeit in die Sauna, um sich zu entspannen. Danach fällt die Körpertemperatur langsam ab, was Stunden später zu einem guten Schlaf führt. Voraussetzung dafür ist aber, dass tatsächlich ein Wechselspiel von Hitze und Kälte stattfindet. Nach dem Schwitzen muss der Körper nicht nur vom Schweiss befreit, sondern auch richtig abgekühlt werden. Empfehlenswert ist, die Abkühlung zwei bis drei Mal zu wiederholen oder einige Minuten mit bewusstem Atmen im kalten Freien zu verbringen. Bei einem zweiten Saunagang sollte der Körper gut abgetrocknet sein, um wieder zum Schwitzen zu kommen. Wer sich zwischen den Saunagängen (zwei bis vier sind empfohlen) ausruht, profitiert von einem grösseren Erholungseffekt.

Vor einem Saunabesuch sollte auch genug getrunken und auf Alkohol verzichtet werden. Eine Faustregel besagt, dass man eine Stunde vor dem Saunagang einen halben Liter Flüssigkeit trinken soll, möglichst ohne Zucker. Wer sich in der Sauna schwindlig oder benommen fühlt, muss sofort unter die kalte Dusche. In einer Übersichtsstudie aus dem Jahr 2018 wurde festgestellt, dass Saunieren zu niedrigem Blutdruck führen kann.

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