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Inklusion für ein besseres zusammenleben

Ein besseres Leben für alle in der inklusiven Gesellschaft – revolutionärer Wendepunkt oder alter Wein in neuen Schläuchen?

Teil 1: Christian Lohr «Mein Leben hatte keine Chance. Und die habe ich gepackt»

Nichts ist normal. Also sind eigentlich alle normal. Also gehören alle gleichwertig zur Gesellschaft. So könnte man zusammenfassen, welches Menschenbild hinter der Idee der sozialen Inklusion steht. Dieser eigentlich bildungswissenschaftliche Begriff entstand in den 1990er­Jahren in Grossbritannien und führte zur teilweise radikalen Reformierung des Schulwesens. Heute wird Inklusion als gesamtgesellschaftliches Ziel verstanden. Was für eine schöne Welt, in der niemand mehr irgendwelche Normen erfüllen muss, in die jeder seine Einzigartigkeit einbringen kann! In der neuen Monatsserie erkunden wir diese Welt und lernen dabei Menschen in ihrer ganzen Vielfalt kennen: Rollstuhlfahrer, Blinde, Gehörlose, psychisch Kranke. Hinter den Begegnungen steht stets die Frage: Inklusion – was schön klingt, klappt das auch?

Teil 2: Cornelia Zumsteg «Es könnte viel besser sein»

Cornelia Zumsteg ist seit 63 Jahren voll blind. Ein Spaziergang mit ihr durch die Innenstadt von Zürich macht deutlich, dass trotz Verfassungsartikel, Bundesgesetz und Uno-Konvention zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen immer noch viel zu tun bleibt, bis sich auch Blinde inkludiert fühlen.

Teil 3: «Je verrückter, desto besser für die Kunst»

Ein ganzes Haus auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Wil gehört der Kunst – und den Patienten. Es heisst «Ateliers Living Museum» nach einem New Yorker Vorbild. Die einzige Norm, die hier gilt, ist das Gebot der schöpferischen Freiheit. Atelierbesuche sind erwünscht, aber «inkludieren» sollen sich hier bitte schön die Besucher, nicht die Artisten.

Teil 4: «Knopf im Ohr, nicht in der Leitung»

Lautlos – wie es nun mal ihre Art ist – versucht sich eine kleine sprachliche Minderheit Gehör zu verschaffen. Am Beispiel der Gehörlosen lassen sich verschiedene Dimensionen der Inklusion geradezu exemplarisch aufzeigen: dass es keine Menschen gibt, die behindert sind, sehr wohl aber solche, die behindert werden; dass gut gemeint allzu oft das Gegenteil von gut ist; und dass innovative Technologie Menschen mit einer Beeinträchtigung unterstützt, inkludierende Massnahmen aber nicht ersetzen kann.

Teil 5: Die andere Stadt

18 000 Mitarbeiter betreuen und behandeln 230 000 Menschen, viele von ihnen mit Behinderungen: Die Von Bodelchwinghschen Stiftungen Bethel mit Sitz in Bielefeld sind das grösste diakonische Unternehmen Europas. Wie hält man es hier mit der Inklusion? Ein Besuch.

Diese und weitere Monatsserien finden Sie in der Rubrik Dossiers bei Digitalaboshop.com.

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