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Bis zum 10. September hat in Mailand die grösste Möbelausstellung Europas, der Salone del Mobile, stattgefunden. Wohin geht das Wohnen nach den Erfahrungen in der Pandemie? Richtung Holz und Richtung Möbel, die leichter recycelbar sind und somit umweltfreundlicher werden. 

von Anton Ladner 

Oft nehmen Tische, Stühle, Sofas und Lampen die Trends der kommenden Jahre, manchmal sogar Jahrzehnte vorweg. Diese Trends sind jetzt eindeutig geprägt von den Pandemiemassnahmen wie Zwangsschliessungen und Homeoffice. Denn die zentrale Bedeutung der häuslichen Umgebung wurde von den Designern wiederentdeckt.

Möbel sind nicht mehr Objekte der Ästhetik und des Luxus zum Repräsentieren, sondern Dienstleister für mehr Komfort zu Hause. Die Farbe Weiss dominiert dabei, um ein Gefühl der Ruhe zu vermitteln und dem Wunsch nach Schlichtheit zu entsprechen. Organische Formen, ein von der Natur inspirierter Stil, zeigen, dass in der digitalen und virtuellen Welt eine Sehnsucht nach dem Kontakt mit Körperlichkeit besteht. Grosse Sofas, grosse Betten stehen derweil für das Bedürfnis nach einem Kokon, einer Art Schutzinsel. Auch in der Möbelproduktion rückt der Schutz der Umwelt in den Mittelpunkt – von der Verpackung bis zum Vertrieb, von der Herstellung bis zu den Produktionsprozessen – Möbel werden leichter recycelbar und somit umweltfreundlicher.

Kartell zum Beispiel, bisher mit Plastikmöbeln des Designers Philippe Starck rund um die Welt präsent, setzt auf smart wood, auf besonderes Holz. Ein neues Patent ermöglicht es, eine dünne Holzschicht so zu formen, dass eine Sitzschale mit nie dagewesenen Kurven bis zum Rand geschaffen wird. «Ich war schon lange auf der Suche nach warmen Möbeln, die zum Homeoffice passen», sagt Philippe Starck zur neuen Linie. «Ein grosser Teil der Bevölkerung wird weiterhin zu Hause arbeiten, und zwar aus zwei Gründen: erstens, weil wir uns dort wohler fühlen, und zweitens, weil es besser für die Kreativität ist, um gut zu denken und gut zu arbeiten.» Dazu hilft ein Zuhause mit Kokon-Wirkung. 

 

 

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