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Mit der Geburt des messianischen Kindes im Stall von Bethlehem ist der von den Propheten schon lange angekündigte Friedensfürst gekommen. Im Lukasevangelium wird berichtet, wie die Engel den Frieden verkündeten. Shalom bedeutet mehr als Frieden. Es bedeutet das Heil-Sein des Menschen in all seinen Bezügen: Friede mit Gott, Friede unter den Menschen, Friede mit der ganzen Mitwelt und Friede mit sich selbst – das ist der Inhalt von Weihnachten. 

Wenn wir Frieden «teilen», wird er nicht kleiner, sondern grösser. Alles, was wir sonst teilen – das Brot, den Apfel, das Geld … −, wird um die Hälfte kleiner. Auch das Licht ist eine Ausnahme: Wenn wir das Licht weitergeben und mit anderen teilen, wird es immer heller, gibt es immer mehr Licht. 

Licht bedeutet Leben. Und die Weihnachtsgeschichte erzählt weiter, dass die Nacht zum Tag wurde, als Christus geboren wurde. Einiges muss damals kopfgestanden sein: Die Armen fühlten sich reich, die Kleinen wuchsen über sich selbst hinaus, die Randständigen waren plötzlich im Zentrum, die Fremden fühlten sich heimisch und Gott wurde Mensch. 

Dass solches möglich sei, ist auch der Wunsch des heutigen Menschen. Wir alle sehnen uns nach einer Veränderung zum Guten. Und zum Zeichen für diese Hoffnung entzünden wir ein Licht und wollen andere daran teilhaben lassen. 

Das Bild zeigt genau die Stelle in der Geburtskirche von Bethlehem, wo nach der Tradition Jesus geboren wurde. Von hier stammt jedes Jahr das Licht, das ein Kind dort holt und zu uns bringt. Am zweiten Adventssonntag kommt es bei uns in der Schweiz vielerorts feierlich an, wo es von Tausenden erwartet wird. Von da begibt es sich tausendfach geteilt zu uns. In vielen Kirchen kann man es am Heiligabend an der Krippe holen: das Friedenslicht von Bethlehem. 

Ein schlichtes, einfaches, schwaches Licht. Aber es bewirkt eine grosse Bewegung. Menschen kommen zusammen, singen und beten oder erleben einfach eine grosse, friedliche Gemeinschaft, niemand braucht alleine zu sein oder im Dunkeln sich zu fürchten. Denn: «Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe, um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsere Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens» (Lukas 1, 78). 

Gesegnete Weihnacht! 

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