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«Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Liebe nicht», heisst es in einem uralten Schunkel-Schlager. Was da besungen wird, ist im Grunde genommen etwas, wonach wir Menschen uns sehnen: eine unerschütterliche, eine grundfeste Erfahrung von Liebe, von Geborgenheit und Zuneigung.

Für Kinder ist diese Liebeserfahrung unerlässlich. Pädagogen und Psychologen machen immer wieder darauf aufmerksam, dass die Seele eines Menschen schweren Schaden nehmen kann, wenn er in seiner Kindheit nicht die grundlegende Erfahrung von liebevoller Zuneigung machen durfte. Wie sehr das stimmt, zeigt ein grausames Experiment am Hofe des Staufenkaisers Friedrich II, der Kindern zwar alle erdenkliche Pflege zukommen liess, nur keine Zuwendung: kein gutes Wort, keine zärtliche Berührung. Die Kinder, das ist die menschliche Tragödie und der wissenschaftliche Ertrag des Experimentes zugleich, sind gestorben. Gestorben aufgrund eines Mangels an Liebe.

Menschen brauchen die Erfahrung von Liebe, um leben zu können. Vermutlich zählt zu den bittersten Erfahrungen der Moderne das Wissen um die Gefährdung von Partnerschaft und Liebe. Worauf statistische Zahlen uns in erschreckender Weise vorbereiten, erleben wir dann in unserem ganz persönlichen Alltag. Wir hören es aus dem Kreis unserer Freunde und Nachbarn oder erfahren es womöglich am eigenen Leib: dass da eine Liebe vielleicht nach vielen gemeinsamen Jahren zerbricht. Schon von aussen lässt sich erahnen, wie viel an Leid und Enttäuschung sich über die Betroffenen legt. Wenn die Liebe stirbt, geht das nie ohne Blessuren.

Ein anderes Lied über die Liebe entstammt der Feder des Apostels Paulus. Es ist das sogenannte Hohelied der Liebe und findet sich in seinem Brief an die Christinnen und Christen von Korinth: «Die Liebe ist gütig, geduldig und freundlich, die Liebe verlässt nicht und redet nicht schlecht, die Liebe sucht Frieden, freut sich an der Wahrheit, sie trägt nichts nach und sie sucht nicht ihr Recht, die Liebe verändert der Welten Verlauf, die Liebe hört niemals auf.»

Wenn ich vor einer Trauung mit Brautleuten oder bei anderer Gelegenheit über dieses Lied spreche, bricht oft die Frage auf: Wie kann Paulus das behaupten, dass die Liebe niemals aufhört? Täuscht er sich da nicht gewaltig?

Würden wir ihn fragen, wäre seine Antwort in gewohnter Weise knapp und präzise. Er würde einfach auf Jesus von Nazareth zeigen. Von ihm sagt Paulus, dass dieser Jesus das JA Gottes ist zu allem, was lebt. Jesus Christus ist nicht das Vielleicht, nicht das Eventuell Gottes, sondern sein JA zu allem, was lebt. Das ist ein Spitzensatz der Bibel, eine Botschaft, die wir zum Leben brauchen. Gerade dann, wenn wir einmal nicht obenauf sind, wenn wir uns vielleicht traurig oder niedergeschlagen fühlen, dann gilt uns dieses Wort: Die Liebe Gottes hört niemals auf. Dir ganz persönlich gilt dieses JA, das Gott in Jesus Christus gesprochen hat. Und auf dieses JA darfst Du Dich verlassen. Marmor, Stein und Eisen bricht, aber Gottes Liebe nicht!

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