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Ausgabe 4/2019

Imponieren bringt nicht weit

Um zu beeindrucken, nehmen wir oft Überstunden, kleine Notlügen, Diäten und auch einen Konkurrenzkampf in Kauf. Doch es geht auch ohne Imponieren.

Ein Gorilla bäumt sich auf. Wild auf die Brust trommelnd, brüllend, möchte er auf sich aufmerksam machen. Er will das Objekt seiner Begierde von sich überzeugen, beeindrucken und Gegner in die Flucht schlagen. Ein Pfau schreit katzenartig, zeigt sein farbenprächtiges Federgewand und lässt es angriffslustig erzittern.

Ein bisschen Ausschmücken

So oder ähnlich geht es nicht nur in der Tierwelt zu. Auch wir Menschen neigen dazu, Selbstmarketing zu betreiben.Wir wollen imponieren, beeindrucken und auf uns aufmerksam machen. Spätestens zum Klassentreffen, zum Vorstellungsgespräch oder beim ersten Date neigen wir dazu, die eine oder andere Geschichte auszuschmücken, Tatsachen zu verdrehen und Superlative im Übermass zu verwenden. Der letzte Urlaub wird zu einem spannenden Abenteuer und die Einzimmerwohnung zum beabsichtigten Minimalismus. Woher kommt das Bedürfnis, dem Gegenüber imponieren zu wollen? Schliesslich mag objektiv gesehen niemand Angeber, Blender oder Besserwisser: Menschen, für die kein Gipfel zu hoch ist, kein Essen zu vegan und keine Reise zu ausgefallen, Menschen, die auf alles und jedes eine Antwort wissen. Und doch ertappt sich ein jeder von uns manchmal dabei, urplötzlich in die Chuck-Norris-Mentalität zu verfallen. 
Imponieren bedeutet, Bewunderung bei jemanden hervorrufen zu wollen. Es geht um den Wunsch, Anerkennung zu finden: für eine Tat, das eigene Aussehen oder Wissen. Dieses Phänomen entspringt wahrscheinlich dem evolutionär bedingten Bedürfnis, rivalisierende Artgenossen einzuschüchtern und auf potenzielle Partner eine anziehende Wirkung auszuüben. Doch ist im Büro ein solches Imponiergehabe wirklich notwendig?

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