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Wie die Auferstehung zu verstehen ist

Ostern spottet aller Erfahrung: Ein Gott, der Mensch geworden und als Mensch gestorben, von den Toten auferstanden sein und damit uns allen den Himmel geöffnet haben soll. Wie soll man das glauben? Unser skeptischer Redaktor hat einen Theologen seines Vertrauens befragt, von dem er weiss, dass er keine fertigen Sätze abruft: den Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz.

Johannes zu Eltz, welche Aussagen des Neuen Testaments über den Tod Jesu sind für Sie felsenfest?

Da halte ich ganz ruhig fest an der Überzeugung von der Tatsächlichkeit des biblischen Glaubens – anders als in anderen Bereichen der Theologie, wo mir der Kanon der katholischen Selbstverständlichkeiten unsicher geworden ist. Also einfach Römer 15: Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäss der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäss der Schrift, und erschien. Das trägt mein Glaubensgebäude als Fundament.

Darf sich demnach überhaupt Christ nennen, wer die Auferstehung nur symbolisch nimmt?

Jetzt sind wir an einer Stelle, wo ich mich weiterentwickelt habe! Ich denke nicht daran, jemandem das Christsein zuoder abzusprechen. Schon gar nicht, wo es um nur halbwegs Sagbares geht, und wo feste Begriffe schwache Hilfsmittel sind, um eine Position zu formulieren.

Als erstes Zeugnis gilt der erste Brief an die Thessalonicher, dort ist in Kapitel 1, Vers 10 die Rede von «Christus, den Gott aus den Toten auferweckt hat».

Ja, das massiert sich in den Paulusbriefen. In ihnen wird eine scharfe Auseinandersetzung geführt, und zwar um die Tatsächlichkeit von Auferstehung. Das zittert überall in den Briefen nach als Reflex: Wie könnt ihr sagen, eine Auferstehung gebe es nicht? Gäbe es keine Auferstehung, dann wäre auch Christus nicht auferstanden, dann wäre euer Glaube leer, eure Hoffnung haltlos, ihr würdet immer noch in euren Sünden stecken, und so fort ...

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