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Das launische Kind und der Musterschüler

Peru wird seit Tagen von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Unsere Vorstellungen von dem Land sind geprägt von Bildern der mysteriösen Ruine Machu Picchu, Zeugin einer untergegangenen Hochkultur, und den durch europäische Grossstädte tingelnden «Bandas musicales», Volksmusikern in andinen Trachten, die den Eindruck genügsamer Bauern vermitteln, die mit Poncho und Panflöte der Einsamkeit ihrer kargen Heimat trotzen. Doch wo steht Peru heute wirklich?

Die seit Tagen anhaltenden Regenfälle verursachen Schlammlawinen und lassen Flüsse über die Ufer treten. Eine Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Die nationale Notfallzentrale vermeldet zum Zeitpunkt 78 Todesfälle und 264 Verletzte, 20 Menschen werden vermisst. Rund 750 000 Menschen sind insgesamt von der Katastrophe betroffen. Schuld an den Verhältnissen trägt «El Niño costero», das «Küstenkind », ein bekanntes, mit gewisser Regelmässigkeit auftretendes Klimaphänomen. Peru hat also nicht zum ersten Mal mit Überschwemmungen zu kämpfen.

Gesellschaft

Glaubt man den Sternen, war es im Jahr 650 nach unserer Zeitrechnung, als der mächtige Schöpfergott Wiraqucha seinen ersten, unbefriedigenden Versuch, Menschen zu erschaffen, beendete und die in Ungnade gefallenen Geschöpfe in einer gewaltigen Sintflut vernichtete. Nach Legenden der Inkas, den Produkten des zweiten, erfolgreichen Versuchs Wiraquchas, überlebte nur ein einzelner Schäfer auf einem hohen Berg. Auch die Inkas waren nicht zimperlich bei der Gestaltung ihres Reiches, das zu seinen besten Zeiten bis in den Süden des heutigen Kolumbien und den Norden Argentiniens reichte. Um die Ränder ihres Riesenreiches abzusichern, siedelten sie Völker und Stämme nach Belieben um. Die Unzufriedenheit der Unterworfenen aber führte zu politischer Instabilität, die es, zusammen mit einigen für die Inkas neuartigen Krankheiten, den Spaniern ab 1532 leicht machte, das Reich zu erobern ...

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