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Aus meiner Woche

Freud und Leid des Fliegens

Ich erinnere mich genau, daran, wie die Gleitschirmpiloten einen kurzen Anlauf nahmen und vom Gipfel lautlos talwärts schwebten. Ich erinnere mich genau, daran, wie die Gleitschirmpiloten einen kurzen Anlauf nahmen und vom Gipfel lautlos talwärts schwebten. Ich war damals noch ein Kind, das mit seiner Familie einen Ausflug in die Berge unternahm. Dieses Bild aber prägte sich in mein Gedächtnis und ich versprach mir, eines Tages Gleitschirm zu fliegen – ein Traum, den ich mir als Erwachsene erfüllte. Ein Jahr lang frönte ich diesem Sport, bis ich schliesslich das Interesse verlor. Das Einzige, was mir beim Fliegen nach wie vor gefällt, ist der Start: Man nimmt einen Anlauf, zieht den Schirm hoch und lässt sich dann einfach fallen, im Vertrauen darauf, dass der Schirm einen trägt. Es löst in mir ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit und Freude aus; ein Gefühl, das ich auch beim Start eines Flugzeugs verspüre.

Als ich neulich von Chile nach Argentinien flog, schlug diese Freude jedoch in blanke Angst um. Ich weiss nicht, was die Piloten gemacht haben, aber das Flugzeug glitt nicht wie gewohnt sanft in die Höhe, sondern mit einer Schnelligkeit und Ruppigkeit, von der mir schlecht wurde. Ich dachte wirklich, dass wir kurz vor dem Absturz stehen. Meine Mutter, die mich begleitete, konnte mich nur mit Mühe und Not beruhigen – und zum ersten Mal verstand ich, warum es Menschen gibt, die sich vor dem Fliegen fürchten.

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