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Aus meiner Woche

Autoscooter im Strassenverkehr

Ich finde ja Autoscooter super. Ich habe es geliebt, als Kind gegen andere Autos zu knallen. Was habe ich gelacht und gejuchzt vor Freude. «Ich fahr dich um», hiess es von allen Seiten. Und dann wurde umgefahren. Herrlich! Als ich dann endlich ein echtes Auto steuern durfte, haben sich meine Prioritäten verschoben. Als Kind habe ich manchmal auch das Spiel gespielt, dass ich den Boden nicht berühren durfte, sondern nur über Sofas, Hocker oder Kisten durch die Wohnung hüpfen durfte. Ähnlich ist es mit dem Autofahren heute. Das ernste Spiel heisst doch: Bewege dich durch den Strassenverkehr, ohne andere Autos, Blumenkübel oder gar Menschen zu berühren.

Kürzlich aber gab es zum ersten Mal seit meiner Autofahrerkarriere einen kleinen Zusammenstoss. Eine andere Fahrerin setzte zurück und schrammte gegen mein stehendes Auto. Natürlich gab es dabei kein Gejubel wie damals beim Autoscooter. Im Gegenteil. Sie schüttete einen riesigen Kübel aus Wut und Zorn gewürzt mit einer Prise Hass über mir aus. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Warum müssen wir in einer sowieso schon nervigen Situation auch noch extrem unfreundlich zueinander sein? Vor allem wenn nur ein paar Kratzer an der Stossstange das Resultat des Zusammenpralls sind, sollte es doch möglich sein, die Stimmung mit einem Hauch Autoscooter Atmosphäre zu retten, oder? Also, Leute: Seid lieb zueinander. Der Stress überlebt bestimmt auch ohne euch.

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