Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

Eva Mell
Eva Mell, Chefredaktorin

Aus meiner Woche

Unterhaltende und kurzweilige Anekdoten zu allerlei Erlebnissen und Gegebenheiten aus dem Alltag unserer Redaktions-Crew.

Der menschliche Körper erscheint mir manchmal wie eine einzige Baustelle. An meinen Zähnen waren schon mehrere Mini-Presslufthammer am Werk, bei schlechtem Wetter platzt die Haut auf wie der Asphalt im Winter – und wenn man mal denkt, es gäbe endlich nichts mehr zu reparieren, zwickt es schon wieder irgendwo ...

Ich habe etwas getan, das ich noch bis vor Kurzem für absolut unmöglich gehalten hätte. Ich war in der Hauptstadt der Jecken – und das mitten in der fünften Jahreszeit ...

Ach ja, mal wieder einen richtig schönen Herbstspaziergang machen, denke ich, während ich aus meinem Bürofenster starre ...

Ich habe sicherlich die ersten 20 Jahre meines Lebens damit verbracht, gegen Regeln und Routine zu rebellieren. Ich soll um 22 Uhr zu Hause sein? Mir doch egal ...

Die Zeiten, als ich zu Ostern noch Kleinigkeiten bekommen habe, sind längst vorbei. Dieses Jahr habe ich meinem Mann ein Häschen aus Schokolade geschenkt – und ich ging leer aus.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit hat mich zum ersten Mal in diesem Jahr die Sonne so richtig fies geblendet. Es war eine pralle, hell leuchtende Frühlingssonne. Ich hatte keine Sonnenbrille dabei und musste teilweise die Hand vor die leuchtende Kugel halten.

Ich habe eine geradezu lächerlich übertriebene Angst vor Hunden. Egal ob Rottweiler oder Chihuahua, in mir erzeugt jeder Hund eine Panik, als würde ich vor einem Wolf stehen.

Wenn Mann und Frau zusammen shoppen gehen, dann sieht der Tag gemäss dem Klischee doch so aus: Die Frau verschwindet alle paar Minuten mit einem Stapel Klamotten in der Umkleide, während der Mann genervt am Rand steht und zwischendurch seiner Liebsten zuruft: «Sieht toll aus! Nein, das macht deinen Hintern nicht dick! Ja, ja, kauf es nur, dann können wir endlich essen gehen.»

Mein bald zweijähriger Neffe hat die Sprache für sich entdeckt – und ist gerade dabei, sich eine völlig neue Welt zu erschliessen. Als ich ihn letztes Wochenende besucht habe, plapperte er unentwegt alle Worte vor sich hin, die er gerade neu gelernt hat.

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift