Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

Christine Schnapp
Christine Schnapp, Redaktorin

Aus meiner Woche

Unterhaltende und kurzweilige Anekdoten zu allerlei Erlebnissen und Gegebenheiten aus dem Alltag unserer Redaktions-Crew.

Schon wieder! Ich bin auf Wohnungssuche. Es wird, so es denn vollbracht ist, der dritte Umzug sein, seit ich hier arbeite und an dieser Stelle über Zügelstress jammern kann …

Gepützelte Vorgärten mit Narzissen, grizzlybärhohe Palisadenzäune und Bausünden aus fast allen Dekaden des 20. und 21. Jahrhunderts – Frühling ist Agglowanderzeit ...

Vor ein paar Tagen habe ich Frau Schmitz kennengelernt. Eine unauffällige, fleissige Person, zu der es eigentlich nicht viel zu sagen gäbe – wenn sie nicht plötzlich Herr Schmitz geworden wäre.

Gegenwärtig bin ich so beliebt wie schon lange nicht mehr. Umschwärmt wie ein Honigtopf, umworben wie … Sie wissen schon. Von allen Seiten werde ich angelächelt und mit Präsenten überhäuft, ich erhalte Briefe und manch einer macht sich für mich sogar zum Deppen.

Das musste ja mal kommen: Ich bin an der Reihe mit der Rubrik «Aus meiner Woche», aber bei mir ist nichts passiert. Also natürlich ist vieles passiert, aber nichts speziell Schönes, Lustiges, Trauriges – nichts, das ich für würdig befinde, hier für Sie zu beschreiben.

Kürzlich bei der Wohnungsabgabe: Ich heisse den Herrn herzlich willkommen und strecke ihm die Hand entgegen, so wie ich es instinktiv und meistens tue, wenn ich mit einer Person länger zu tun haben werde. «Ich schüttle aus religiösen Gründen Ihre Hand nicht.»

Mein Alltag ist hoch getaktet, und ein Durchschnittstag dauert ungefähr von 5.30 bis 23.30 Uhr. Das ist auch am Wochenende und in den Ferien nicht wesentlich anders, höchstens dass es dann am Abend auchmal später werden darf.

An die zwanzig Mal bin ich in meinem Leben schon umgezogen. Das macht im Schnitt alle zwei Jahre eine neue Wohnung oder ein neues Haus, eine neue Stadt oder ein Dorf. Nun steht wieder ein Umzug an.

Ich weiss, es ist ein Klassiker der Geschlechterklischees der Generation «U10». Trotzdem bin ich gerade ganz begeistert von meinem Sohn, der mich kürzlich durch eine Dinosaurierausstellung geführt und mir alles ganz genau erklärt hat.

Weihnachten mit der Familie war ganz friedlich. Das hat mich erstaunt. Bei fünf Geschwistern, ein paar Lebenspartnerinnen und -partnern, fünf Enkeln sowie einem charismatischen weiblichen Familienoberhaupt kommen einige Lehrmeinungen darüber zusammen, was die korrekte Lebensführung anbelangt.

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Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift