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Aus meiner Woche

Gamen schadet Kindern nicht

Ein iPad, ein Handy, ein Nintendo 3D, ein iPod und zwei technikaffine neunjährige Jungs haben wir dieses Jahr in die Skiferien mitgenommen. Ohne die rechteckigen Bildschirmchen zur Zerstreuung gibt es die lieben Kleinen heutzutage nicht mehr. Das hat viele Vorteile – man hat ab und zu Ruhe – und ein paar Nachteile – u. a. machen die Dinger süchtig. Am Ende haben wir aber gestaunt, und die Sucht besiegt.

Eigentlich wollten wir ja Ski fahren, das hat aber mit dem Wetter und der Schneehöhe nicht ganz gepasst. Naheliegend also, sich die Zeit mit anderemzu vertreiben. Für die Jungs hiess das erst mal gamen, CD hören und fernsehen. Soll in den Ferien ja erlaubt sein, mal ein bisschen mehr davon zu haben. Doch dann wurde es plötzlich lauter in ihrem Zimmer, es wurde gerufen und gepoltert. Die beiden hatten die Kiste mit den Hölzchen entdeckt, bauten daraus Schiffe und spielten damit. Immer öfter kamen sie jetzt auch zu uns und wollten jassen oder sonst ein Spiel spielen. So wurden die digitalen Momente im Laufe der Woche weniger und die analogen mehr. Die erstaunliche Verlagerung von Prioritäten gipfelte am letzten Tag in einem achtstündigen Gesellschaftsspielmarathon, der nur beste Gefühle hinterliess. Zwei Dinge waren mir am nächsten Tag klar: Das Gamen – auch wenn es mal exzessiv praktiziert wird – schadet Kindern nicht, solange sie die Geräte noch aus freien Stücken ab und zu abschalten. Und zweitens: Auf Zugreisen sind die Dinger schon unglaublich praktisch.

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