Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

    Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Pro Jahr müssen in der Schweiz 1000 Bauernbetriebe ihre Tätigkeit einstellen. Erfreulicherweise ist aber die Nachfrage nach Betrieben vonseiten der Jungbäuerinnen und Jungbauern sowie vieler Quereinsteiger gross. Wer nun denkt, dass es für die jungen Willigen angesichts der vielen Betriebe, die nicht mehr als solche geführt werden, ein Leichtes sei, einen eigenen Hof kaufen oder pachten zu können, der täuscht sich gewaltig. Die Höfe werden nur zu Marktpreisen vergeben, was mit Haus, Land und Maschinen schnell ein paar Millionen Franken ausmachen kann. Viele verpachten auch einfach ihre Felder und bleiben selbst auf dem Hof wohnen. Das ist zwar verständlich, nicht verständlich ist hingegen, dass die, die willens sind, sich in der schwierigen Branche zu behaupten, innerhalb der Bauern-Community nicht solidarisch unterstützt werden. Etwa mit Spezialkonditionen bei der Pacht eines Hofes während der ersten Betriebsjahre oder der Bereitschaft, anderswo Wohnsitz zu nehmen, damit andere ihr Glück versuchen können.

Der Schweizer Bauernverband, der diese Kolumne genau jetzt mitliest, könnte doch mal ein paar Vorschläge ausarbeiten, wie Jungbauern der Einstieg in die Branche erleichtert werden kann. Denn diese ist schon hart genug. Dass einer, der es damit aufnehmen will, schon scheitert, bevor die erste Kuh gemolken ist, darf nicht sein. Zumal die Höfe, die so verzweifelt gesucht werden, ja vorhanden sind.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift