Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

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  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Wahrscheinlich war ich genauso, als meine Kinder klein waren – mea maxima culpa –, und es fällt mir erst mit etwas Abstand auf. Nämlich dass sich Eltern mit kleinen Kindern dauernd beschweren. Die Nächte seien kurz, die Vereinbarkeit mit dem Beruf schwierig, der Partner/die Partnerin helfe zu wenig, die Öffentlichkeit störe sich, wenn die Kids mal ein wenig laut seien, und Stillen im Café sei auch nicht überall erlaubt. Bevorzugt wird solches nicht nur privat thematisiert, sondern auch medial in Mamablogs und Ähnlichem inszeniert.

Nun, dass Kinder nicht von Anfang an durchschlafen, sich in die Hosen machen, rumbrüllen und Trotzphasen haben, hat sich doch mittlerweile auch unter Nicht-Eltern rumgesprochen und sollte so überraschend nicht mehr sein. Manchmal könnte man meinen, die Leute werden gezwungen, Kinder zu kriegen, und hätten nun Anrecht auf permanentes Mitleid, wenn sie zu wenig geschlafen haben. Doch das ist ein Irrtum. Jede und jeder kann selber entscheiden, ob Kinder einen Platz in ihrem oder seinem Leben haben – und zwar mit allem, was dazugehört. Wie gesagt, ich habe mich bestimmt auch beklagt damals, und ich hab ja auch Verständnis für junge Eltern. Trotzdem finde ich, ihre Lebensumstände gehören nicht in die Medien – ausser natürlich, sie wären gesellschaftsrelevant, wie etwa fehlende Krippenplätze.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift