Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau führt unter anderem dazu, dass sich auch die Lebenswelten der Geschlechter angleichen. Es gibt fast keinen Grund mehr, warum die eine Gruppe etwas nicht machen können soll, was für die andere längst normal ist. Man kann das gut oder schlecht finden, aufhalten lässt sich diese Entwicklung nicht. Kürzlich bin ich aber doch noch auf eine der vielleicht bald letzten Männerdomänen gestossen – und fand die irgendwie rührend. Warum weiss ich nicht genau.

Es war an einem kleinen See in den Schweizer Alpen, der in nützlicher Frist mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab Zürich erreichbar ist und wegen einer Staumauer ein ganzes, kleines Dorf in sich birgt. Das Gebiet ist touristisch weitgehend unerschlossen, zum Wandern aber umso schöner, auch weil kaum bekannt. Und da standen sie: Rund um den See aufgereiht, mit Fischerruten in den Händen, Kampfhosen an den Beinen und feschen Hüten auf dem Kopf – lauter Männer in sehr männlicher Kleidung. Auch auf dem See in kleinen Fischerbooten sassen oder standen sie, manche mit Stumpen im Mundwinkel und Bierbüchse in der Hand. Ab und zu riefen sie einander kurze Satzfetzen zu – insgesamt eine sehr friedliche, leicht kauzige Szenerie. Einige Frauen waren zwar auch da, die meisten eher in der Rolle der Begleitung, aber insgesamt wars eindeutig der See der Männer. Wie gross der Fangerfolg war, war übrigens aus respektvollem Abstand nicht ersichtlich.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift