Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

In Zürich war ja kürzlich Formel-E-Rennen. Die ganze Angelegenheit war ziemlich irritierend für mich. Zuerst vor allen Dingen akustisch. Wenn eine Horde Elektro-Rennautos durch die Strassen prescht, klingt das wie eine Herde quietschender Schweinchen. Das hätte ich so nicht erwartet. Sonst sirren Autorennen ja auch in hohen Frequenzen, aber so zu quietschen ist dann doch noch mal etwas anderes auf die Ohren.

Irritierend zum andern war auch, dass die Stadt, die sich ja gerne mit dem Etikett 2000-Watt- Gesellschaft und anderen grünen Mäntelchen schmückt, dieses Autorennen quasi als den Gipfel der aktuellen ökologischen Errungenschaften präsentiert hat. Denn die Rennautos werden mit Strom angetrieben, der aus erneuerbaren Quellen stammen kann (aber nicht muss). Dann hatte es sich aber schon bald mit Öko. Denn die Trucks, die die ganze, sehr umfangreiche Infrastruktur inklusive Boliden heran- und wieder wegkarrten, waren keine E-Mobile. Auch die Zuschauerinnen und Zuschauer, die mit dem Auto anreisten, fahren wohl mehrheitlich Benziner. Und die nationalen und internationalen Promis, die an einem solchen Anlass natürlich nicht fehlen durften, sind vermutlich auch nicht mit dem E-Bike nach Zürich gefahren. Vom nicht recycelbaren Abfall, den ein Anlass dieser Grössenordnung (über 100 000 Zuschauende) verursacht – ganz zu schweigen.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift