Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

    Woran Fische ihre Artgenossen erkennen
  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

    Pelz ist nicht gleich Pelz
  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

    Museum der Superlative

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Vergangenes Wochenende bin ich gealtert. Also mehr als sonst, finde ich. Freitagabend sind wir bis spät durch die Bars gezogen, trotzdem musste ich am Samstag früh raus, weil ich meine Tochter auf den Zug in die Ferien bringen wollte. Danach war ich einkaufen, hab Haushalt gemacht, Wäsche zusammengelegt, Zeitungen gelesen und Bürozeugs erledigt. Samstagnachmittag waren Joggen und Krafttraining angesagt, anschliessend in unserer Quartierbeiz YB beim Schutten zuschauen und natürlich feiern, bevor wir uns auf den Weg zu einer Party machten. Es wurde spät. Am Sonntag Zeitungen lesen, Velotour und Schwimmen, für jemanden einen Text korrigieren, Wäsche waschen und Abendessen kochen. Ein durchschnittliches Wochenende alles in allem, pro Nacht etwa sieben Stunden Schlaf – alles im grünen Bereich also.

Alt habe ich mich am Sonntagabend gefühlt, als wir geruhsam auf unserem Balkon sassen, den wir in den letzten Tagen sorgfältig bepflanzt haben. Nun ist es dort draussen so schön, dass ich gar nicht mehr weg will. Dieses Zu­-Hause-­ist-­es-­doch-­am-schönsten fühlt sich zwar alt, aber auch gut an. Und vielleicht habe ich ja Glück und das suffiziente Balkondasein wird das neue Jung.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift