Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Letzten Mittwoch war ich mit zwei Redaktionskollegen auf dem Heimweg, und wir standen im Bahnhof Zürich noch ein wenig zusammen. Worüber wir gesprochen hatten, weiss ich nicht mehr, bloss, dass ich mitten im Gespräch auf einem der Gleise etwas Rotes entdeckte und komplett entzückt abrupt das Thema wechselte: «Oh, guckt mal, der ‹Rote Pfeil›!» Ich würde nun niemanden von uns als eisenbahnaffin bezeichnen; trotzdem zögerten wir keinen Moment und näherten uns sofort diesem Objekt. Erst betrachteten wir den Stolz der Schweizer Eisenbahngeschichte – Sie wissen schon, Churchill reiste damit einst durch die Schweiz – ein wenig aus der Ferne. Doch dann wurden wir ermuntert, auch in den «Roten Pfeil» zu steigen, der zu Werbezwecken auf dem Perron stand.

Wie gesagt, wir sind für so etwas gewiss nicht besonders empfänglich – aber was soll ich sagen? Wir liessen uns berauschen vom Charme dieses Zugs aus den 1930er-Jahren. Und das liegt nicht am konservierten Fernwehduft, der dem plüschigen Interieur entsteigt, nein, die Begeisterung gilt der typischen lang gezogenen Schnauze des Triebwagens. Der «Rote Pfeil» heisst nicht umsonst so, er war der schnellste Zug seiner Zeit, und das sieht man ihm an – eine Speerspitze in Rot. Was für ein Design, das retro-futuristisch von einer Zukunft spricht,wie man sie sich einmalvorgestellt hat. Da bleibt man schon einmalstehen, in einer Welt, die anstatt Utopien nur noch Sicherheitsvorschriften produziert.

Gabrielle Boller

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift