Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

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  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

    Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Er sei ja auch nicht mehr der Jüngste, hat mir mein bald Zehnjähriger kürzlich auf einem Spaziergang durch die Stadt eröffnet, nachdem ich ihn unnötigerweise auf eine Gefahr im Strassenverkehr aufmerksam machte. Erkenne diese Situation, habe aus diversen Erfahrungen damit gelernt und sein Fazit gezogen. Mir blieb als Reaktion nur Schweigen – und dachte daraufhin, dass die Sache mit dem Alter doch wirklich für die Katz ist. Man ist einfach nie so alt, wie aussen angeschrieben. Kinder und Jugendliche können es kaum erwarten, älter zu werden, und ab 30 wollen alle Erwachsenen möglichst lange jung aussehen. Erwartet man von einem Teenager ein wenig Vernunft, weil er ja doch schon 16 sei, führt er sich garantiert auf wie ein Kindergartenkind. Hingegen staunt man über Fünfjährige, die Smartphones bedienen, als wären sie im Silicon Valley auf die Welt gekommen.

Meine 15-jährige ist im Moment altersmässig auch sehr schwer einzuschätzen. Von 3 auf 20 in 10 Sekunden und wiederzurück. Neue Stadt, neue Schule, erstmals länger von zu Hause weg – der Umgang mit dieser emotionalen Stresssituation reicht von Mamas Hosenzipfel bis zum Checken von Fahrplänen und Raussuchen der besten Zugverbindungen zwischen den beiden neuen, fremden Städten. Ich in meinem Alter müsste eigentlich reif und abgeklärt mit der Situation umgehen. Tatsächlich aber regrediere ich kurzerhand zur jungen Mutter, die sich nicht sattsehen kann an ihrem Baby.

Christine Schnapp

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift