Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

    Woran Fische ihre Artgenossen erkennen
  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

    Museum der Superlative
  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

    Pelz ist nicht gleich Pelz
  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

    Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Ich finde ja Autoscooter super. Ich habe es geliebt, als Kind gegen andere Autos zu knallen. Was habe ich gelacht und gejuchzt vor Freude. «Ich fahr dich um», hiess es von allen Seiten. Und dann wurde umgefahren. Herrlich! Als ich dann endlich ein echtes Auto steuern durfte, haben sich meine Prioritäten verschoben. Als Kind habe ich manchmal auch das Spiel gespielt, dass ich den Boden nicht berühren durfte, sondern nur über Sofas, Hocker oder Kisten durch die Wohnung hüpfen durfte. Ähnlich ist es mit dem Autofahren heute. Das ernste Spiel heisst doch: Bewege dich durch den Strassenverkehr, ohne andere Autos, Blumenkübel oder gar Menschen zu berühren.

Kürzlich aber gab es zum ersten Mal seit meiner Autofahrerkarriere einen kleinen Zusammenstoss. Eine andere Fahrerin setzte zurück und schrammte gegen mein stehendes Auto. Natürlich gab es dabei kein Gejubel wie damals beim Autoscooter. Im Gegenteil. Sie schüttete einen riesigen Kübel aus Wut und Zorn gewürzt mit einer Prise Hass über mir aus. Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Warum müssen wir in einer sowieso schon nervigen Situation auch noch extrem unfreundlich zueinander sein? Vor allem wenn nur ein paar Kratzer an der Stossstange das Resultat des Zusammenpralls sind, sollte es doch möglich sein, die Stimmung mit einem Hauch Autoscooter Atmosphäre zu retten, oder? Also, Leute: Seid lieb zueinander. Der Stress überlebt bestimmt auch ohne euch.

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift