Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

    Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA
  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

    Museum der Superlative
  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

    Pelz ist nicht gleich Pelz
  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

    Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Letzthin, beim Morgenschwimmen in unserem Freibad Allenmoos, sagte meine Frau (oder war ich es?): Es ist so schön! Gemeint war, durchs Allenmoos hindurch, das Leben. Sogar unsere Tochter, von deren möglicher Existenz ich vor etwa elf Jahren zum ersten Mal am Rand des Schwimmerbeckens erfahren habe, kennt schon dieses sozusagen erwachsene Glück des Hierseins, das sich am Allenmoos festmacht, aber namenlos ist.

Vor ein paar Tagen spekulierte die Tochter darüber, ob die nette, hübsche Frau im Schwimmbadrestaurant, die jeden Winter in ihrer ersten Heimat Portugal Oliven erntet, wohl selber Kinder habe. Wir waren uns sicher: sie hat! Als ich sie fragte, sagte sie, sie könne leider keine Kinder bekommen. Dafür habe sie ja all die Kinder hier und noch andere, mit denen sie in Portugal Weihnachten feiere. Und schon sprühte es wieder um ihre Augen, das Lachen. Sie sagte, dass sie immer versuche, den Dingen eine andere Seite abzugewinnen: Etwas gelingt mir nicht, etwas ist mir verwehrt, könnte es sein, dass ich mich auf andere Weise entfalten soll? Plötzlich waren wir wieder bei der allgemeinen Feststellung, dass man, wenn man sich bewusst gegen die eigenen trübsinnigen Gedanken stemmt, nach einem schwarzen Moment tiefer Unlust und Lähmung wieder die Zufriedenheit zu fassen bekommt, ein Zipfelchen von ihr. Es ist so schön, dachte ich mir beim Gehen. Hätte dieser Tag gerettet werden müssen, er wäre es jetzt.

Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift