Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

    Woran Fische ihre Artgenossen erkennen
  • Pelz ist nicht gleich Pelz

    PELZDEKLARATIONSVERORDNUNG

    Pelz ist nicht gleich Pelz
  • Über Trumps Einfluss auf die Juden in den USA

    ANDREW SILOW-CARROLL

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  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

    Museum der Superlative

  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

Kürzlich war ich mit Hugo, unserem dreijährigen Mischlingsrüden, an der Limmat.

Beim Kloster Fahr ruhten wir uns aus auf einer der zahlreichen Bänke der im Winter geschlossenen Gartenwirtschaft. Seit Jahren schon ist das Kloster Fahr mein Rückzugsort der weltvergessenen Stille. Vor den Toren der Grossstadt schwebt über dem Komplex historischer Gebäude und diskreter Neubauten am renaturierten Fluss zeitlos genügsame Harmonie. An jenem Tag kämpfte die Sonne tapfer, aber mit bescheidenem Erfolg gegen den zähen Hochnebel, über der Landschaft lag ein fahles Licht und von der Limmat her zogen milchige Schlirggen über die Wiese.

Aus der schattigen Baumgruppe beim Fluss löste sich eine schwarze Gestalt, und mit bedächtigen Schritten kam ein Priester über die Wiese zum Kloster gelaufen. Beim Näherkommen wurde ich seines Murmelns gewahr; ich nahm an, er sei ins Gebet vertieft und senkte andächtig den Kopf. Der Wirkung solcher Bilder oder Situationen kann ich mich nicht entziehen, sei der Grund nun kulturelle Prägung oder spirituelle Inspiration. Auf meiner Höhe angekommen, beendete der Geistliche sein Gebet: «Also, ich wünsche dir noch einen schönen Nachmittag. Danke für den Anruf.» Mit sanftem Tippen auf seine Brust unter dem schwarzen Mantel unterbrach er die Verbindung. Auch 2017 bin ich noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen.

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Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift