Das katholische Wochenmagazin «Sonntag» gehört seit 1920 zu den wichtigsten Traditionstiteln der Schweiz.

  • Museum der Superlative

    MADRIDER PRADO-MUSEUM

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  • Pelz ist nicht gleich Pelz

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  • Woran Fische ihre Artgenossen erkennen

    IM SCHWARM ZU HAUSE

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  • Diese Woche

    Natürliche Alleskönner

    Algen machen Appetit!
    Und ausserdem: ✩ Neuer Bischof gesucht: Das Bistum Chur braucht eine Integrationsfigur mit Weitsicht ✩ Künstliche Intelligenz: Die EU plant den Einsatz eines KI-Lügendetektors ✩ Kinderspital Zürich: Illustrationen helfen den jungen Patienten, ihre Krankheit zu verstehen ✩

  • Letzte Woche

    GLÜCKLICH DANK RELIGION:

    Aktive Gläubige sind glücklicher als nicht religiöse Menschen
    Und ausserdem: ✩ Gesundheits-Wissen: Wer Bescheid weiss, weiss sich zu helfen ✩ Züri-Fondue: Ein Fertigfondue, das es in sich hat ✩ Verfälschte Kennzahlen: Die Steuertricks multinationaler Unternehmen ✩

  • Diese Woche
  • Letzte Woche

«Schöne Depression!» Das wünschte mir ein Redaktionskollege – sein Name sei geheim –, als er mich in die Ferien nach Venedig verabschiedete. Ich freute mich auf alles. Endlich mal wieder: stundenlang Zug fahren, in Mailand zittern, ob man den Anschluss erwischt, schweres Gepäck über Pflastersteine schleppen, kleinste Kanäle überqueren, sich auf der Suche nach dem Hotel verirren. Dann diese surreale Stadt, einst erbaut in Sumpf und Panik, heute unerreicht in ihrem Charme, allen Touristenmassen zum Trotz!

Bisher hat mir die Durchlauchteste dreimal Audienz gewährt, stets waren es magische Begegnungen: die durchwachten Sommernachtstunden vor zwanzig Jahren mit meinem Verflossenen auf dem Markusplatz. Wir waren jung, hatten kein Geld, brauchten nichts, also auch kein Hotel. Die drei Tage mit meiner Tochter vor sieben Jahren – sie hatte sich so gewünscht, die Stadt zu sehen, «die im Wasser steht». Sie staunte immerzu und wollte immerzu Pizza essen. In der Trattoria an einem modrig riechenden Kanal hatten wir einen Lachanfall – die Münder voller Spaghetti. Akute Grosskleckergefahr. Und nun die Novembertage mit einer Freundin. Zum ersten Mal war ich auf dem Campanile; das Panorama der Serenissima im Kaltgrau – eisig atemberaubend. Dann das düstere Paradies des Malers Jacopo Tintoretto im Dogenpalast. Geht melancholisch himmlischer?

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Sonntag - die christliche Wochenzeitschrift